15.01.2015 | Markt für Fusionen und Übernahmen boomt

Roche kauft in den USA zu, Merck stärkt sich mit Sigma Aldrich, Pfizer buhlt um Astra Zeneca: Nicht nur in der Pharmabranche herrscht Übernahmefieber. Weltweit ist der Markt für Fusionen und Übernahmen auf das höchste Niveau seit 2008 geklettert - die Deals werden zudem immer größer.

Laut dem M&A-Jahresreport 2014, der Datendienstleister Bureau van Dijk und Zephyr ist das weltweite Geschäft mit Fusionen und Übernahmen 2014 auf den höchsten Stand seit 2008 angewachsen.

Demnach stieg die Zahl der M&A-Deals rund um den Globus im vergangenen Jahr auf mehr als 82.000 (2013: knapp 80.000) Deals. Das Gesamtvolumen des Marktes wuchs von 3,7 Billionen Dollar im Vorjahr auf 4,7 Billionen Dollar im Jahr 2014.

Damit ist das Volumen noch stärker gestiegen als die Zahl der Deals: Die M&A-Deals werden nicht nur zahlreicher, sondern auch größer.

Laut Bureau van Dijk und Zephyr legte das Volumen des M&A-Geschäfts in allen wichtigen Regionen der Welt zu, abgesehen von Mittel- und Osteuropa. Ebenso verzeichneten die Analysten in allen Top-Ländern auf der weltweiten Rangliste für Fusionen und Übernahmen ein Plus beim Transaktionsvolumen, als da wären die USA, China, Großbritannien sowie Kanada.

Erhebliche Rückgänge beobachteten die Experten dagegen in Russland (minus 30 Prozent) und Japan (minus 8 Prozent).<br />

Weitere Highlights des Reports:

<ul><li>Am häufigsten wurden Unternehmen in den USA für Übernahmen oder Fusionen anvisiert. Dort entstand mit rund 1,6 Billionen Dollar auch das höchste Transaktionsvolumen unter allen Einzelländern. Es stieg gegenüber dem Vorjahr um 37 Prozent. China folgt mit rund 508 Milliarden Dollar auf Platz zwei.</li></ul> <ul><li>Spitzenreiter in Europa ist Großbritannien, die weltweite Nummer drei, mit einem M&A-Volumen von rund 262 Milliarden Dollar im Jahr 2014. Dort ging die Zahl der Deals zwar um 7 Prozent zurück, das Volumen stieg jedoch laut M&A-Report um 35 Prozent.</li></ul> <ul><li>Eine der attraktivsten Branchen war 2014 laut Bureau van Dijk und Zephyr der Maschinenbau. Zudem floss viel Geld in die Möbelindustrie sowie in den Recycling-Bereich.</li></ul> <ul><li>Auch das Private-Equity- und Venture-Capital-Geschäft legte im vergangenen Jahr kräftig zu. Laut Bureau van Dijk und Zephyr wuchs das Volumen dieses Marktes weltweit gegenüber 2013 um 24 Prozent auf knapp 500 Milliarden Dollar.</li></ul>

Quelle: Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, Bureau van Dijk