13.01.2015 | Logistikfirmen erzielen Höchstpreise

Firmen aus der Logistikbranche waren noch nie so teuer wie 2014. Laut einer Studie, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, haben Käufer bei Logistik-Übernahmen im vergangenen Jahr durchschnittlich das Zweifache des Umsatzes bezahlt. Ein historischer Höchststand.<br /><br />Weltweit wurden 209 Logistikübernahmen mit Transaktionswerten von jeweils mehr als 50 Millionen Euro verzeichnet – das waren neun Deals mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg das gesamte Fusionsvolumen um 4,5 Milliarden auf 76,6 Milliarden Dollar.<br /><br />Hohe Bewertungen gab es insbesondere bei Flughafen- und Logistikimmobilien. Hier griff Fraport nach 14 griechischen Airports und dem Flughafen in Ljubljana. Kurz vorm Jahreswechsel verkaufte zudem die Heathrow-Holding ihre Anteile an den britischen Flughäfen Aberdeen, Glasgow und Southampton für umgerechnet mehr als eine Milliarde Euro an den spanischen Infrastrukturkonzern Ferrovial und die australische Bank Macquarie.<br /><br />Und auch in Deutschland gab es bei Logistik- und Industrieimmobilien 2014 einen Transaktionsrekord, der den bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2007 übertraf. Insgesamt flossen deutschlandweit 3,6 Milliarden Euro in Logistik- und Industrieimmobilien – ein Plus von über 60 Prozent zum Vorjahr. Der Anteil ausländischer Investoren bei Logistik- und Industrieimmobilien-Investments ist mit 65 Prozent überproportional hoch gewesen.<br /><br />Die gestiegenen Preise führten allerdings dazu, dass die Renditen im Schnitt um 0,1 Prozentpunkte fielen. In den Spitzenregionen Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg erreichten sie dennoch sechs Prozent.<br /><br />Quelle: Handelsblatt