02.12.2014 | Investoren schlagen 2015 häufiger zu

Das Volumen der Kapitalbeteiligungen wird 2015 wieder zunehmen. Getrieben wird der Markt vor allem durch fremdfinanzierte Übernahmen.

Im ersten Halbjahr 2014 kauften Finanzinvestoren in Deutschland so viel wie seit dem Höhepunkt vor der Finanzkrise 2008 nicht mehr. Dabei mussten sie sich allerdings mit kleineren Firmen begnügen. Der Wert der Transaktionen sank um 40 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Die größten Zukäufe waren das Wärmetauscher-Geschäft von GEA, für das Triton 1,3 Milliarden Euro bezahlte, und der Verpackungskonzern Mauser, der für 1,2 Milliarden Euro an CD&R ging.

Doch Finanzinvestoren bekommen bei Firmenkäufen verstärkt Konkurrenz. Die zunehmende Bereitschaft von strategischen Interessenten (Unternehmen aus der gleichen oder einer ähnlichen Branche) wirkt preistreibend. Einige Beratungsgesellschaften halten sich deshalb inzwischen bei Übernahmen zurück. Sie müssen auf die Bewertungen achten - schließlich soll das Unternehmen innerhalb weniger Jahre mit Gewinn weiterverkauft werden. Zudem können sie anders als strategische Investoren nicht auf Größeneffekte oder andere Synergien setzen. Zugleich geht der Kehraus in den Portfolios der Private-Equity-Gesellschaften weiter.

Quelle: VDI nachrichten