13.11.2014 | Aller guten Dinge sind vier

Finanzinvestoren werden zur vierten ernstzunehmenden chinesischen Käufergruppe im globalen M&A Markt - zusätzlich zu chinesischen Staatsfonds, Staatskonzernen und privaten Industrie- und Mischunternehmen.

China ist nach wie vor im Ausland auf Einkaufstour. Im ersten Halbjahr 2014 kündigten chinesische Unternehmen und Investoren 119 Auslandsübernahmen mit einem Gesamtvolumen von rund 35 Mrd. USD an. Chinesische Finanzinvestoren tätigten dabei einige der unternehmerisch interessanten Transaktionen. Bisher standen Sie im Schatten der großen amerikanischen und europäischen Private-Equity-Firmen. Allerdings sollten chinesische Finanzinvestoren nicht mehr unterschätzt werden. 

Chinesische Investoren gelten häufig als angenehme Eigentümer. Die Unternehmen profitieren oft auch nach der Übernahme von einem hohen Maß an Autonomie und moderaten Gewinnerwartungen. Im Gegensatz dazu agieren Finanzinvestoren renditeorientiert. Dies gilt ebenso für die globale Private-Equity-Industrie wie für chinesische Beteiligungsfirmen. Unternehmen, die von chinesischen Finanzinvestoren übernommen werden, müssen sich daher auf straffere unternehmerische Zielvorgaben und eine Fokussierung auf Kapitalrenditen einstellen.

Quelle: Unternehmeredition M&A China/Deutschland