M&A Lexikon für den Mittelstand

EBIT

Der EBIT (engl. Earnings Before Interest and Taxes; wörtlich übersetzt „Gewinn vor Zinsen und Steuern“), der auch als operatives Ergebnis bezeichnet wird, ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl und sagt etwas über den Gewinn eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum aus. Er gehört zu den „Pro-Forma-Kennzahlen“ aus der Ergebnisrechnung nach IFRS, bei dem das Ergebnis um Steuern und Zinsen bereinigt wird.

Aus dem Jahresüberschuss ermittelt sich das EBIT demnach wie folgt:

Jahresüberschuss
+ Steueraufwand (z.B. Ertragsteuern)
- Steuererträge
= EBT
+ Zinsaufwand
- Zinserträge
= EBIT

Das EBIT ist eine wesentliche Kenngröße zur Ermittlung von Unternehmenswerten mit Hilfe der sog. Multiplikatormethode (Multiple/Faktor).

Enterprise Value

Mit Enterprise Value bezeichnet man den Wert, eines Unternehmens für die Übernahme von 100% der Unternehmensanteile inkl. der Übernahme von Verbindlichkeiten, insb. Bankverbindlichkeiten. Der Enterprise Value ist typischerweise das Ergebnis einer Unternehmensbewertung auf Basis von Multiplikatoren. Hintergrund ist, dass dieser sog. Bruttounternehmenswert den Wert eines Unternehmens ausdrückt, unabhängig von der Finanzierungsstruktur. Nach Abzug der zinstragenden Verbindlichkeiten ergibt sich der sog. Equity Value. Dies ist auch der Mittelzufluss, den der Verkäufer für 100% seiner Anteile erhält.

Equity Value

Mit Equity Value bezeichnet man den Wert eines Unternehmens für die Übernahme von 100% der Eigenkapitalanteile ohne die Übernahme von Verbindlichkeiten, insb. Bankverbindlichkeiten.

Escrow Account

Im angloamerikanischen Rechtsraum wird bei bestimmten Transaktionen ein Escrow Account bei einer Bank oder einem anderen Treuhänder eröffnet, auf den der Käufer einen vereinbarten Teil des Kaufpreises einzahlt. Dieser Betrag dient dem Käufer als Sicherheit, auf die er bei Mängeln der gekauften Sache zugreifen kann. Nach Ablauf der Gewährleistungsfrist wird der (restliche) Betrag an den Verkäufer ausgekehrt. Dieses Verfahren ähnelt der im deutschen Rechtsraum üblichen Abwicklung über ein Notaranderkonto.

Exit Strategie

Der Begriff Exit Strategie bezeichnet den bereits beim Einstieg in ein Unternehmen geplante Rückzug eines Kapitalgebers. Dieser Rückzug kann durch Verkauf von Unternehmensanteilen an der Börse, an andere Unternehmen oder an Kapitalbeteiligungsgesellschaften erfolgen. Eine weitere Möglichkeit ist der Rückkauf der Anteile durch die Unternehmenseigner. Ein Exit dient dazu, den Gewinn, der durch die Wertsteigerung von Unternehmensanteilen akkumuliert wurde, zu realisieren.